Legasthenie/Dyskalkulie – Angebot für Schulen

Ihr Kind hat Schwierigkeiten beim Lesen und/oder Schreiben und/oder Rechnen? Sind Diktate oder Aufsätze eine Katastrophe?

Möglicherweise liegt das an einer Legasthenie oder einer Lese- Rechtschreibschwäche!

Wir können helfen! Wir bieten Legasthenietraining/Dyskalkulietraining für SchülerInnen im Einzelunterricht an. 

Legasthenie als neuropsychologische Entwicklungs– bzw. Teilleistungsstörung erschwert und beeinträchtigt das Lesen, Schreiben oder Rechnen, sodass professionelle Hilfe notwendig ist.

Wir arbeiten mit diplomierten LegasthenietrainerInnen des EÖDL (Österreichischer Dachverband für Legasthenie) nach der AFS-Methode, um gerade diesen betroffenen Kindern und Jugendlichen das Lesen, Schreiben und Rechnen zu erleichtern. 

Wenn Sie Interesse an einem speziellen Legasthenietraining haben, beraten wir Sie gerne.

Was ist Legasthenie?

Ein legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr, seine Aufmerksamkeit lässt, wenn er auf Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene Menschen. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens.“

Dr. Astrid Kopp-Duller

Von Legasthenie sprechen wir, wenn beim Schreiben, Lesen und/oder Rechnen drei Faktoren zusammentreffen:

  • Verminderte Konzentration
  • Defizite in verschiedenen Teilleistungsbereichen
  • Bestimmte Fehlerhäufung


Legasthenie oder LRS (Lese-Rechtschreibschwäche)?
Bei der
Legasthenie handelt es sich um eine genetisch bedingte Teilleistungs-schwäche. Legasthenie ist vererbbar und tritt daher häufig mehrfach in einer Familie auf. Sie bleibt lebenslänglich und äußert sich durch zeitweise Unaufmerksamkeit, wenn das Kind mit Symbolen konfrontiert wird. Symbole begegnen Kindern beim Schreiben, Lesen (Buchstaben) und beim Rechnen (Zahlen).
Legasthenie beeinträchtigt die schriftsprachlichen Lernfunktionen. Aus diesem Grund spricht man von einer Teilleistungsschwäche bei sonst mindestens durchschnittlicher Intelligenz.
Das Urproblem des legasthenen Kindes liegt darin, dass es seine Gedanken schlecht lenken kann. Das Kind nimmt differenziert wahr. Eine Fehlersymptomatik, sogenannte Wahrnehmungsfehler, sind die Folge.

Die LRS wird durch diverse Ereignisse im Leben eines Kindes erworben.
Eine LRS kann vorübergehender Art sein.
Bei Kindern mit LRS ist die Unaufmerksamkeit im Umgang mit Symbolen bei weitem nicht so deutlich erkennbar wie bei legasthenen Kindern.
Die Sinneswahrnehmungen sind nicht differenziert. Die Fehlersymptomatik zeigt sich jedoch sehr ähnlich.

Was ist Dyskalkulie?

Rechenschwäche“ ist demnach auf der Ebene des kindlichen Denkens ein klar beschreibbarer Zusammenhang von Fehlvorstellungen, fehlerhaften Denkweisen und letztlich nicht zielführenden Lösungsmustern zu den „einfachsten“ mathematischen Grundlagen. Dieses „Fehlersyndrom“ gründet mitunter auf Ausfällen oder Rückständen in einem oder mehreren der vielen Bereiche, die als Voraussetzungen am Erlernen der vielschichtigen „Kulturleistung“ Rechnen beteiligt sind.

Mag. Michael Gaidoschik

Anzeichen für eine möglicherweise vorhandene Legasthenie/Dyskalkulie können sein:

Allgemeine Anzeichen:

  • häufige Unaufmerksamkeit beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen, Verträumtheit, leichte Ablenkbarkeit
  • Memories, Puzzles, Dominos … werden nicht gerne gespielt
  • Schwierigkeiten beim Schuhbänder binden, Ball fangen, Schnur springen
  • Das Kind ist allgemein sehr unordentlich, weil es unorganisiert ist

Anzeichen beim Lesen

  • langsames Lesen, häufiges Stocken (Buchstabe für Buchstabe)
  • vertauschen oder hinzufügen von Wörtern, Silben oder einzelnen Buchstaben
  • verlieren oder auslassen der Zeile im Text
  • verständnisloses Lesen, Wörter werden geraten – das Gelesene kann nur

unzureichend wiedergegeben werden

  • Probleme beim Unterscheiden optisch ähnlicher Buchstaben (z.B. b/d, ei/ie…)
  • keine Lust zu lesen
  • u.v.m.

Anzeichen beim Schreiben

  • verkrampfte, unleserliche Schrift
  • Kind schreibt über das 1. Schuljahr hinaus lautgetreu (so wie es „spricht“)
  • hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten, freien sowie abgeschriebenen

Texten

  • Wörter werden teilweise fragmenthaft geschrieben
  • Wörter werden im selben Text mehrfach unterschiedlich falsch geschrieben
  • viele Rechtschreibfehler wie Groß- und Kleinschreibung, Verdoppelung,

Dehnung…

  • u.v.m.

Anzeichen beim Rechnen

    • Einer und Zehner werden vertauscht, ähnliche Ziffern werden verwechselt (z.B. 6 und 9, 7 und 1)
    • Rechnungen werden oft durch Zählen statt durch Rechnen gelöst
    • das Kind beginnt Rechnungen oft neu
    • auch einfache Additionen sind nur schriftlich lösbar
    • die Rechenarten Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division werden oft vertauscht
    • Sachaufgaben sind nur schwer lösbar
    • die Stellenwerte und die Ziffer „Null“ stellen oft ein Problem dar
  • Zahlen und Spiele mit Zahlen werden abgelehnt, ebenso kein Interesse an Preisen und dem Wert des Geldes
  • Die Uhrzeit und Reihenfolgen wie Wochentage und Monate werden nur schwer erlernt

Bereits im Kindergartenalter gibt es oft Anzeichen auf eine mögliche Legasthenie:

  • verlangsamte Sprachentwicklung, fehlerhafte Grammatik und Probleme beim Satzbau
  • Schwierigkeiten beim Erkennen der Anfangslaute von Wörtern
  • Probleme beim Reimen oder Silben klatschen
  • Probleme beim Erlernen von Kinderliedern
  • Kein Interesse an geschriebener Sprache in Büchern, auf Plakaten,…
  • Probleme der eigenen Körperwahrnehmung – das Kind ist oft „ungeschickt“

Zeigt ihr Kindergartenkind oben beschriebene Anzeichen, so ist es ratsam mit einer gezielten Frühförderung vor Schuleintritt zu beginnen. So können Sie Ihrem Kind den Start ins Schulleben, ins Lesen- und Schreibenlernen, erleichtern.

Reaktionen und Auswirkungen

Häufig reagieren Eltern mit vermehrtem Üben. Hausaufgaben und Lernen werden zur Tortur für Kinder und Eltern, die Eltern-Kind-Beziehung leidet.

In der Schule reagieren Kinder mit Unkonzentriertheit, Klassenkaspereien oder sogar Verweigerung. Es entstehen Lernlücken gefolgt von Prüfungsängsten. Darunter leidet das Selbstwertgefühl des Kindes, Schulangst stellt sich ein. Langfristig kann dies schwere psychosomatische Störungen zur Folge haben.

 
Ist mein Kind wirklich von Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen?


Die Antwort darauf lässt sich unter anderem mit Hilfe des AFS-Tests finden. Wenn mehrere der oben angeführten Aussagen auf Ihr Kind zutreffen, ist es sinnvoll, das Kind von einer/m ausgebildeten LegasthenietrainerIn testen zu lassen.

Durch den Computertest kann die/der LegasthenietrainerIn feststellen, ob es sich tatsächlich um Legasthenie und/oder Dyskalkulie handelt oder ob eine einfache Leserechtschreibschwäche vorhanden ist.

Kann man in jedem Alter mit dem Training beginnen?

Grundsätzlich ist ein Legasthenietraining in jedem Alter möglich. Die Methoden des Trainings variieren jedoch.

Unsere Hauptzielgruppe sind SchülerInnen im Alter von 6 – 14 Jahren. Je früher mit dem konsequenten Training begonnen wird, desto schneller können sich Erfolge einstellen und umso mehr Frustrationserlebnisse können vermieden werden.

Ablauf

  • Informationsgespräch inkl. ausführlichem Anamnesegespräch mit Kind und Eltern.
  • Analyse mehrerer Schreibproben – Diese sollten beim Erstgespräch mitgebracht werden.


bei Bedarf

  • Testung für Schulkinder mittels:

AFS – Computertest (Dauer der Testung mit dem Kind ca. 1 Stunde)  

Die Abkürzung AFS bezieht sich auf die drei Bereiche, die getestet werden:

die Aufmerksamkeit,
die
Funktionen (= die Sinneswahrnehmungen) und
die
Symptome.

In diesem wird neben der Aufmerksamkeit des Kindes seine Sinneswahrnehmung überprüft. Die grafische Auswertung zeigt genau an, welche Sinneswahrnehmungen different sind und einer besonderen Förderung bedürfen.

  • Pädagogisches Gutachten und Beratungsgespräch

Dieses kann auch in der Schule vorgelegt werden. Es gibt den Lehrkräften Aufschluss darüber, in welchen Bereichen Teilleistungsschwächen vorhanden sind.

Im Falle einer festgestellten Legasthenie/Dyskalkulie:

  • Legasthenietraining nach der AFS – Methode

Die Kinder erhalten einmal pro Woche á 60 Minuten Unterricht. Das Legasthenietraining findet im Einzeltraining statt.

Wir trainieren nach der AFS – Methode nach Frau Dr. Kopp – Duller. Diese Methode baut auf dem Grundsatz auf, dass beim legasthenen Menschen drei Bereiche betroffen sind:

die A ufmerksamkeit

Ziel: Aufmerksamkeitssteigerung

die F unktionen (Sinnesleistungen)

Ziel: Funktionstraining mit Arbeitsblättern, Spielen, Computer

die S ymptome (Fehler)

Ziel: mehr Sicherheit im Lese- und Rechtschreibprozess durch individuelle Methoden und Computereinsatz.

Wichtig ist, dass die Förderung nicht einseitig durch Üben am Symptom, also ausschließlich durch Schreiben- und Lesenüben passiert, sondern dass intensiv Übungen zur Steigerung der Aufmerksamkeit und zur Schärfung der Sinneswahrnehmung vorgenommen werden.

Für zu Hause erhält das Kind einen Trainingsplan, an welchem es mit Unterstützung eines Erwachsenen täglich für ca. 15 Minuten arbeitet! 


Je nach Alter werden die Kinder spielerisch gefördert und gefordert, so dass sie ihre Schwierigkeiten überwinden und ihr Selbstbewusstsein, das bei vielen schon gelitten hat, wiederfinden.Die AFS-Methode ist eine offene Methode, die es der Trainerin erlaubt, auf das jeweilige Kind zugeschnittene Hilfsmittel einzusetzen. So werden Elemente aus verschiedenen pädagogischen Ansätzen verwendet.

 

Preisliste

(alle Preise inkl. USt)

Erstgespräch kostenlos
Einzelstunde 49,00 €
Einzelstunde

(bei Benützung der Räumlichkeiten in der Schule)

 

45,00 €

10er-Block 470,00 €
10er-Block

(bei Benützung der Räumlichkeiten in der Schule)

 

420,00 €

Abtestung

(inkl. Anamnese, AFS-Test, Analyse von Schreibproben, Erstellung eines pädagogischen Gutachtens)

 

120,00 €

Wir möchten darauf hinweisen, dass Terminabsagen Ihrerseits innerhalb von 24 Stunden voll verrechnet werden.

Bei Terminausfällen unsererseits gibt es selbstverständlich einen Ersatztermin.

 

Literaturtipps

  • Kopp-Duller, Astrid (2004): Der legasthene Mensch, (4.überarbeitete Auflage), KLL-Verlag, Klagenfurt.
  • Kopp-Duller, Astrid (2003): Legasthenie und LRS – Der praktische Ratgeber für Eltern, HerderVerlag, Freiburg.
  • Tumpold, Ernst (1996): Kinder aufs Lernen vorbereiten, in der Schule, für Eltern und Lehrer/innen. Praxismappe für den Einsatz von Edukinestetik, München.

 

Links zum Thema Legasthenie/Dyskalkulie

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